Leben

Ich bin in einem schleswig-holsteinischen Dorf aufgewachsen, als Pfarrerskind mit zwei jüngeren Geschwistern. Als Schülerin habe ich beim Ostholsteiner Anzeiger gejobbt. Mein erster ganzseitiger Artikel hieß „Die Nachtigall von Fehmarn ruft jetzt auch in Eutin“ und handelte von Rotbauchunken. Nach dem Abitur wurde ich trotzdem an der Kölner Journalistenschule aufgenommen, musste allerdings ein Jahr Wartezeit überbrücken und zog nach London, wo ich Au Pair war, gejobbt habe und Veranstaltungen der London School of Economics besuchte.

Ab 1985 dann Journalistenschule plus Volkswirtschaftsstudium an der Kölner Universität. Bis zum Examen dreizehn Praktika und Auslandsstipendien, unter anderem bei den Vereinten Nationen in New York, bei der Chicago Tribune und bei der Wirtschaftswoche, die mich danach immer wieder in Semesterferien als Aushilfs-Redakteurin einsetzte. Mit einem Journalistenprogramm der Evangelischen Kirche war ich ein paar Wochen auf den Philippinen, die Heinz-Kühn-Stiftung hat mir drei Monate Recherchen in Indien ermöglicht und mit Bertelsmann-Stiftung und German Marshall Fund bin ich jeweils für mehrere Wochen durch die Vereinigten Staaten gereist, wo ich 1992 auch meine Diplomarbeit (Technologiepolitik und das Silicon Valley) und meinen ersten Text für den SPIEGEL geschrieben habe. Unmittelbar nach der Uni dann Start als Wirtschaftskorrespondentin im Bonner Parlamentsbüro des SPIEGEL, Schwerpunkt Umwelt. Die zuständige Ministerin hieß damals übrigens Angela Merkel.

1999 ein Buch mit dem damaligen Kollegen Rainer Pörtner über Machttechniken, dann Wechsel ins Hauptstadtbüro der ZEIT wo ich zunächst viel über die Sozialreformen der Regierung Schröder geschrieben habe und ab Ende 2003 ein paar Jahre stellvertretende Leiterin des Hauptstadtbüros war. 2005 erschien mein Buch „Alt sind nur die anderen. So werden wir leben, lieben und arbeiten“, für das ich unter anderem in Rentner-Kolonien in Arizona und Florida recherchiert habe, bei Stadtplanern in Finnland, Rentenreformern in Chile und Bevölkerungsexperten in China. In den Jahren danach habe ich viele Vorträge zu Demografie-Themen, Mitarbeit in zwei Demografie-Kommissionen der Robert-Bosch-Stiftung und im Beraterkreis des damaligen Bundespräsidenten.

2006 bekam ich meine Tochter Katharina, seit der Rückkehr aus der Elternzeit Anfang 2007 Arbeit als politische Reporterin im ZEIT-Hauptstadtbüro. Im Jahr 2011 habe ich ein Semester an der Harvard-Universität als Bucerius-Fellow verbracht, danach nahm ich mehrere Jahre an einem deutsch-chinesischen Journalistenprogramm der Robert-Bosch-Stiftung teil, zu dem Reisen nach und durch China und regelmäßige Treffen eines festen Kreises von Journalisten beider Ländern gehören. Seit 2013 mache ich mit bei der Talkrunde „Thadeusz – Die Beobachter“, seit Anfang des Jahres bin ich Kolumnistin bei Radio Bremen. Für Studenten meiner frühere Journalistenschule organisiere ich seit mittlerweile 15 Jahren im November ein zweitätiges Programm zum Thema Hauptstadtjournalismus. Dabei berichten Politiker, Korrespondenten, Lobbyisten und Beamte über ihre Arbeit.

Hier finden Sie meinen tabellarischen Lebenslauf.

Und hier steht ein ausführliches Interview zu meiner Arbeit. Nicht ganz aktuell, aber die wesentliche Punkte stimmen noch.